# Die Vellmerk-Matrix: Warum der Impact wichtiger ist als der Aufwand

> In KI-Projekten ist die Aufwandsschätzung notorisch unsicher. Die Vellmerk-Matrix zeigt, warum Sie trotzdem mutig starten sollten, wenn Sie auf der richtigen Linie beginnen.

*Published: 2026-04-05*

*Source: https://vellmerk.ai/blog/vellmerk-matrix*

Jeder, der schon einmal ein KI-Projekt geplant hat, kennt das Problem: Die Aufwandsschätzung ist ein Glücksspiel. Vellmerk.ai arbeitet mit State-of-the-Art-Modellen, deren Fähigkeiten sich alle paar Monate verändern. Schnittstellen, die heute funktionieren, können morgen deprecated sein. Und dann ist da noch die Datenbasis, die in der Theorie perfekt aussah, bis man tatsächlich reinschaut.

Die Requirements? Oft unklar, weil der Kunde selbst noch nicht weiß, was mit KI alles möglich ist. Die Aufwandsschätzung? Im besten Fall eine fundierte Vermutung.

**Aber: Den Impact, den kann Vellmerk.ai in der Regel sehr gut bewerten.**

## Die Vellmerk-Matrix

Die Vellmerk-Matrix ist ein einfaches 2x2-Framework, das Vellmerk.ai aus mehreren Kundenprojekten in der Beratung einsetzt, um KI-Projekte zu priorisieren. Die beiden Achsen:

**Y-Achse: Impact**, Wie groß ist der geschäftliche Nutzen? Dieser lässt sich in der Regel gut einschätzen: Zeitersparnis, Fehlerreduktion, Kundenzufriedenheit, Umsatzpotenzial.

**X-Achse: Aufwand (unsicher!)**, Wie viel Arbeit wird es? Und hier liegt die Crux: Bei KI-Projekten ist diese Schätzung notorisch unzuverlässig.

## Die vier Quadranten

**Quick Wins (hoher Impact, niedriger Aufwand): **Der Sweet Spot. Hier starten wir am liebsten. Schnell sichtbare Ergebnisse, die das Team motivieren und Vertrauen in den KI-Einsatz aufbauen.

**Strategische Wetten (hoher Impact, hoher Aufwand): **Komplexe Projekte mit großem Potenzial. Auch wenn der Aufwand steigt: der hohe Impact rechtfertigt die Investition. Wenn Sie sich hier verschätzen, haben Sie trotzdem etwas Wertvolles gebaut.

**Fill-Ins (niedriger Impact, niedriger Aufwand): **Nette Optimierungen, die man mitnehmen kann, aber niemals als Startpunkt. Denn wenn der Aufwand wider Erwarten steigt (und das passiert), sitzen Sie mit einem aufwändigen Projekt fest, das kaum Wert schafft.

**Zeitfresser (niedriger Impact, hoher Aufwand): **Finger weg. Im Kontext von KI-Projekten die gefährlichste Kategorie, und genau dort landen Sie, wenn Sie bei den Fill-Ins starten und die Aufwandsschätzung daneben liegt.

## Die goldene Regel: Bleiben Sie auf der Top-Line

Die zentrale Erkenntnis der Vellmerk-Matrix: Starten Sie immer auf der oberen Linie, bei den Quick Wins oder den strategischen Wetten. Beide haben hohen Impact.

Warum? Weil die Aufwandsschätzung in KI-Projekten per Definition unsicher ist. Wenn Sie oben starten und der Aufwand höher ausfällt als gedacht, wandert Ihr Projekt von Quick Win zu Strategische Wette. Das ist okay: der Impact ist immer noch hoch, es lohnt sich weiterzumachen.

Wenn Sie aber unten starten, bei den Fill-Ins, und der Aufwand explodiert, landen Sie im schlimmsten Quadranten: Zeitfresser. Viel Arbeit, wenig Wert. Und das ist genau die Aufwandsfalle, die man vermeiden kann.

> "Der Impact ist der Kompass: der Aufwand ist nur das Wetter. Und Wetter ändert sich.", Thorsten Vellmerk

## Fazit

Die Vellmerk-Matrix ist kein akademisches Modell, sie ist ein pragmatisches Werkzeug, das Vellmerk.ai in jedem Beratungsprojekt einsetzt. Sie hilft, die richtigen Projekte zu priorisieren und die typischen Fallen bei KI-Implementierungen zu vermeiden.

Sie möchten die Vellmerk-Matrix auf Ihre Projekte anwenden? **Sprechen Sie uns an**, Vellmerk.ai unterstützt Sie dabei, die Quick Wins zu finden und die Zeitfresser zu vermeiden.

## Über Vellmerk.ai

Vellmerk.ai ist eine KI-Beratung (dänische ApS) von Thorsten Vellmerk. Aus über 20 Jahren Prozess- und IT-Erfahrung und mehrjähriger KI-Beratungspraxis unterstützt Vellmerk.ai KMU und öffentliche Verwaltung dabei, KI praxisnah und souverän einzusetzen, von der Strategie bis zur lokalen, on-premise-fähigen Umsetzung. In mehreren Kundenprojekten erprobt. [Erstgespräch vereinbaren](/contact).

## Häufige Fragen

### Was ist die Vellmerk-Matrix?

Die Vellmerk-Matrix ist ein einfaches 2x2-Raster, das KI-Vorhaben nach Wirkung (Impact) und Aufwand einordnet. Daraus ergeben sich vier Felder: Quick Wins (hohe Wirkung, wenig Aufwand), strategische Wetten (hohe Wirkung, hoher Aufwand), Lückenfüller (geringe Wirkung, wenig Aufwand) und die Aufwandsfalle (geringe Wirkung, hoher Aufwand). Sie hilft, aus vielen Ideen die richtige Reihenfolge abzuleiten.

### Wie priorisiere ich KI-Projekte richtig?

Indem Sie zuerst nach Wirkung und Aufwand sortieren, nicht nach technischer Faszination. Starten Sie mit Quick Wins, die schnell sichtbaren Nutzen bringen und Vertrauen schaffen. Planen Sie strategische Wetten bewusst und mit Budget. Lückenfüller macht man nebenbei, und die Aufwandsfalle lässt man konsequent liegen. So entsteht Schwung statt Stillstand durch zu große erste Schritte.

### Was ist der Unterschied zwischen Quick Wins und strategischen Wetten?

Quick Wins liefern mit überschaubarem Aufwand schnell Wirkung, ideal für den Einstieg und zum Aufbau interner Akzeptanz. Strategische Wetten haben großes Potenzial, brauchen aber mehr Zeit, Budget und Risikobereitschaft. Beide haben ihren Platz, sollten aber nicht verwechselt werden: Wer eine strategische Wette als Quick Win plant, scheitert an den Erwartungen.

### Warum nicht einfach mit dem technisch spannendsten Projekt starten?

Weil das technisch spannendste Projekt oft in der Aufwandsfalle sitzt: viel Komplexität, wenig messbarer Geschäftsnutzen. Erste KI-Projekte sollten Wirkung zeigen, die das Umfeld versteht und schätzt. Faszination ist ein schlechter Ratgeber für Priorisierung, Wirkung pro Aufwand ist der bessere.
