Häufig gestellte Fragen
Antworten auf die Fragen, die unsere Kunden am häufigsten stellen, von Einstiegsfragen bis zu technischen Details.
Sie haben eine Frage, die hier nicht beantwortet wird? Schreiben Sie uns, wir antworten in der Regel innerhalb von zwei Werktagen.
Einstieg & Erstkontakt
Braucht mein Unternehmen überhaupt KI?
Ehrliche Antwort: Oft nicht, zumindest nicht so, wie Sie vielleicht denken. Viele Prozesse profitieren von einfacher Automatisierung, lange bevor KI ins Spiel kommt. Unsere Aufgabe ist, ehrlich zu bewerten, wo KI echten Mehrwert schafft und wo ein simpler Workflow die bessere Lösung ist. Im Zweifel: Nicht jeder Prozess braucht KI.
Ich weiß nicht genau, was ich will. Kann ich trotzdem anfragen?
Ja, unbedingt. Die meisten unserer Erstgespräche beginnen mit der Aussage, dass man noch nicht genau wisse, was möglich ist. Genau deshalb machen wir erst eine Bestandsaufnahme und zeigen, welche Ansatzpunkte es in Ihrem Unternehmen gibt, bevor über Technologie geredet wird.
Was kostet ein Erstgespräch?
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Wir nehmen uns in der Regel 30 bis 60 Minuten Zeit, um Ihre Situation zu verstehen und erste Einschätzungen zu geben. Erst wenn daraus ein konkretes Projekt wird, sprechen wir über Aufwand und Preise.
Arbeiten Sie nur mit großen Unternehmen?
Nein, ganz im Gegenteil. Unsere Zielgruppen sind KMU und öffentliche Verwaltung im DACH-Raum sowie Dänemark. Wir glauben, dass gerade mittelständische Unternehmen und Behörden enormes Potenzial für KI und Automatisierung haben, und bewusst schlanke, pragmatische Lösungen brauchen, keine Enterprise-Projekte.
Technik & Methoden
Welche Tools und Technologien setzen Sie ein?
Wir sind bewusst tool-agnostisch. Je nach Projekt nutzen wir n8n für Workflow-Automatisierung, Python für Custom-Lösungen, lokale LLMs (Llama, Mistral, Qwen via Ollama) für datenschutzkritische Umgebungen, und Claude oder GPT dort, wo Cloud-APIs sinnvoll sind. Der Tool-Mix ergibt sich aus den Anforderungen, nicht umgekehrt.
Was ist der Unterschied zwischen OCR, ICR und HTR?
OCR (Optical Character Recognition) erkennt gedruckten Standardtext und ist eine Commodity-Technologie. ICR (Intelligent Character Recognition) nutzt KI-Methoden und Ensemble-Ansätze und ist deutlich robuster bei schwierigem Material. HTR (Handwritten Text Recognition) ist spezialisiert auf Handschrift und benötigt eigene Modelle mit echtem Sprachverständnis. In der Praxis werden die drei meist kombiniert.
Was bedeuten CER und WER?
CER (Character Error Rate) misst den Anteil falsch erkannter Zeichen, WER (Word Error Rate) den Anteil falsch erkannter Wörter. Das sind die beiden Standard-Metriken für Texterkennung. Moderne KI-Pipelines erreichen bei gedrucktem Text CER-Werte unter 2%, bei Handschrift unter 5%. Werte, die vor wenigen Jahren noch als unerreichbar galten.
Was ist ein KI-Agent und was ist er nicht?
Ein KI-Agent ist ein System, das eigenständig recherchieren, Entscheidungen treffen und Aufgaben in Ihrer IT-Landschaft ausführen kann, nicht nur ein Chatbot, der Fragen beantwortet. Der Unterschied: Ein Agent hat ein Ziel und einen Handlungsraum, ein Chatbot hat nur Antworten. Agenten brauchen klare Rahmenbedingungen, Governance und Qualitätssicherung.
Was ist RAG und warum ist es wichtig?
RAG (Retrieval-Augmented Generation) verbindet ein Sprachmodell mit einer durchsuchbaren Wissensbasis. Statt nur auf Trainingsdaten zurückzugreifen, zieht das Modell zur Laufzeit relevante Dokumente aus Ihrer Datenquelle und nutzt sie für seine Antwort. Das reduziert Halluzinationen und sorgt dafür, dass Antworten auf Ihren echten, aktuellen Daten basieren.
Datenschutz & Lokale KI
Dürfen meine Daten überhaupt in die Cloud?
Das hängt von der Datenart ab. Personenbezogene Daten, Gesundheitsdaten, Bürgerdaten und geschäftskritische Informationen sollten nicht unkontrolliert in Cloud-Dienste fließen. Wir bauen deshalb bevorzugt On-Premise-Lösungen, bei denen Ihre Daten Ihre Infrastruktur nie verlassen. Bei weniger sensiblen Daten ist Cloud oft unproblematisch: das entscheiden wir projektbezogen.
Was bedeutet On-Premise in Ihrem Kontext?
On-Premise heißt: Die KI-Modelle und die gesamte Verarbeitungspipeline laufen vollständig auf Ihrer eigenen Infrastruktur oder in einem von Ihnen kontrollierten Rechenzentrum. Kein API-Call zu OpenAI, keine Datenübertragung an US-Anbieter, kein Schrems-II-Risiko. Ihre Daten bleiben, wo sie hingehören.
Ist KI DSGVO-konform?
KI an sich ist weder konform noch nicht-konform, es kommt darauf an, wie sie eingesetzt wird. Unsere Lösungen sind DSGVO-konform by design: lokale Verarbeitung, klare Rechtsgrundlagen, transparente Datenflüsse, Auftragsverarbeitungsverträge wo nötig. Bei Bedarf helfen wir Ihnen auch mit der Dokumentation für Ihre Datenschutzbeauftragten.
Kann ich lokale LLMs auf meiner eigenen Hardware betreiben?
Ja, und das ist oft sinnvoller als man denkt. Moderne Open-Source-Modelle wie Llama 3, Mistral oder Qwen laufen auf überschaubarer Hardware und liefern für viele Anwendungsfälle exzellente Ergebnisse. Wir beraten Sie bei der Hardware-Auswahl, dem Setup (z.B. mit Ollama oder vLLM) und dem Betrieb im Produktionsumfeld.
Dokumentenverarbeitung
Können Sie wirklich Handschrift zuverlässig erkennen?
Ja, aber es hängt immer von Ihren konkreten Dokumenten ab. Moderne HTR-Pipelines erreichen bei durchschnittlicher Handschrift CER-Werte unter 5%, oft deutlich besser. Entscheidend ist, dass wir die Pipeline auf Ihre tatsächlichen Dokumente trainieren, nicht auf Testdaten aus dem Labor. Unsere ehrliche Antwort finden wir in einem Proof of Concept mit Ihren echten Scans.
Wie geht das mit gesetzlichen Anforderungen wie OZG, Schriftformerfordernis oder BFSG?
OZG, § 126 BGB (Schriftform), das BFSG und Entsprechungen in Österreich (AVG § 13) und der Schweiz (VwVG Art. 21) verpflichten Verwaltungen, den Papierweg offenzuhalten. Das heißt nicht, dass die Dokumente manuell abgetippt werden müssen, sondern dass sie digitalisiert und verarbeitbar gemacht werden müssen. Genau dafür bauen wir die Pipelines.
Welche Branchen profitieren am meisten von OCR, ICR und HTR?
Öffentliche Verwaltung (Anträge, Bauanträge, Widersprüche), Versicherungen (Schadensmeldungen, Altverträge), Gesundheitswesen (handschriftliche Notizen, Befunde), Archive und Kultureinrichtungen (historische Dokumente) sowie Industrie und Logistik (Lieferscheine, Prüfprotokolle). Überall dort, wo Papier noch Realität ist.
Projekt & Zusammenarbeit
Wie lange dauert ein typisches KI-Projekt?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, aber wir arbeiten bewusst in kurzen Zyklen. Eine erste Analyse und Strategie dauert oft 2-4 Wochen. Ein Proof of Concept für einen konkreten Anwendungsfall meist 4-8 Wochen. Die Produktionsreife einer Lösung dann weitere 4-12 Wochen, abhängig von der Komplexität. Wir liefern früh und oft, damit Sie schnell sehen, ob die Richtung stimmt.
Was ist ein Proof of Concept und warum ist er wichtig?
Ein Proof of Concept ist ein überschaubarer Prototyp: die sprichwörtliche 80%-Lösung. Er beantwortet zwei Fragen: Funktioniert der Ansatz grundsätzlich? Und erreicht er die Qualität, die Sie brauchen? Erst wenn beide Fragen klar beantwortet sind, investieren wir in die volle Produktionsreife. So vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen.
Arbeiten Sie allein oder mit einem Team?
Vellmerk.ai ist bewusst schlank aufgestellt. Für größere Projekte arbeiten wir mit einem Netzwerk erfahrener Freelancer und Spezialisten zusammen, je nach Anforderung stellen wir das passende Team zusammen. Sie bekommen genau die Expertise, die Ihr Projekt braucht, ohne Overhead.
In welchen Regionen arbeiten Sie?
Wir arbeiten branchenübergreifend im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie in Dänemark. Die Beratung erfolgt flexibel: remote, hybrid oder vor Ort, je nach Projekt und Wunsch.
Wie ist Ihr Abrechnungsmodell?
Das hängt vom Projekt ab. Für Beratung und Workshops arbeiten wir meist auf Tages- oder Stundensatz-Basis. Für Implementierungsprojekte bevorzugen wir Festpreise mit klar definierten Leistungspaketen, damit Sie Budgetsicherheit haben. Bei langfristigen Partnerschaften sind auch Retainer-Modelle möglich.
Ihre Frage ist nicht dabei?
Schreiben Sie uns, wir antworten in der Regel innerhalb von zwei Werktagen und freuen uns, wenn Ihre Frage zukünftige Besucher weiterbringt.
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